Europäische Skulpturenstraße des Friedens | European Sculptures Route of Peace

Das Bildhauersymposion 1971 / 72


im Hintergrund die Skulptur von Gernot Rumpf (BRD)
Skulptur von Hajime Togashi (Japan)
Schaffenspause an der Damra 1971
Schaffenspause

Die Idee eines „Bildhauersymposions“ – wobei Bildhauer eine befristete Zeit zusammen leben und arbeiten, möglichst in der freien Natur -, geht auf den Bildhauer Karl Prantl zurück, der 1959 im Steinbruch des österreichischen St. Magarethen das erste internationale Bildhauersymposion initiierte. Diese neue Idee, Künstler quasi aus ihren Ateliers zu holen, damit sie ihre Skulpturen vor Ort, aktiv reagierend auf die Landschaft, erarbeiten, stieß bei den Teilnehmern auf derart positive Resonanz, dass Prantl bis 1970 jährlich ein Steinbildhauersymposion organisierte. 1967 wurde auch Leo Kornbrust nach St. Magarethen eingeladen. Es folgten bis 1970 drei weitere Symposien, an denen sich Leo Kornbrust auch  beteiligte. Inspiriert von den Erfahrungen und Erkenntnissen dieser Symposien, trug er die Idee in seine Heimat. Unterstützt von dem eigens 1971 gegründeten Verein „Internationales Steinbildhauersymposion St. Wendel e.V.“ fand in den Jahren 1971 und 1972 ein internationales Bildhauersymposion bei St. Wendel statt, an dem sich insgesamt 15 Künstler aus 6 Ländern beteiligten, und 14 Skulpturen geschaffen wurden. 

Im Vergleich zu den Skulpturen in St. Margarethen, die nicht an ihrem Standort gebunden sind, legt Leo Kornbrust starkes Gewicht auf die Auswahl des Skulpturenstandortes und das Konzept, dass die Skulpturen konkret für einen bestimmten Standort geschaffen werden. Er spricht in diesem Fall von der „Choreographie der Skulptur in der Landschaft“. Kornbrust empfiehlt deshalb, wie auch schon Otto Freundlich, die Stadtzentren aufgrund ihrer unvorhersehbaren baulichen Veränderungen zu meiden.

Teilnehmer 1971 / 72

Die Teilnehmer dieses Symposions waren Hiromi Akiyama, Gabi Beju, Elmar Daucher, Herbert George, Leo Kornbrust, Anne-Marie und Wolfgang Kubach, Takera Narita, Franz Xaver Ölzant, Karl Prantl, Gernot Rumpf, Adolf Ryszka, Paul Schneider, Rudi Scheuermann und Hajime Togashi.

Skulptur von Paul Schneider (BRD)
Skulptur von Paul Schneider (BRD)

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