Europäische Skulpturenstraße des Friedens | European Sculptures Route of Peace

Leo Kornbrust: Bildhauer und Landschafts-Choreograf


der Bildhauer Prof. Leo Kornbrust
Prof. Leo Kornbrust

Wen der Bildhauer Leo Kornbrust (geb. 1929) zu sich „an die Damra“ einlädt, sollte viel Zeit mitbringen. Leo Kornbrust spricht gerne – über Essen und Trinken, erzählt von seinen Reisen, von seinen alltäglichen Erlebnissen, und natürlich von der Kunst. Während dieser unterhaltsamen Plauderei läuft man leicht Gefahr, die Ernsthaftigkeit seiner Arbeit, das „Ganz-bei-der-Sache-Sein“, zu übersehen.

Die „Damra“ - auf diesem Fleckchen Erde, unweit der saarländischen Stadt St. Wendel, hatte sich der Vater des Künstlers in den 1930er Jahren ein Haus gebaut, weil ihm schon damals der Lärm der Stadt zuviel geworden war. Hier sind Leo, der älteste Sohn, und seine drei Geschwister geboren und aufgewachsen. Und hierher kehrte er 1959 mit seiner Frau, der Dichterin Felicitas Frischmuth, nach einem Stipendium an der Villa Massimo in Rom, zurück. Vorher hatte er eine Ausbildung als Schreiner, eine Holzbildhauerlehre und ein Studium der Bildhauerei an der Münchner Akademie der Bildenden Künste, bei Professor Toni Stadler absolviert und längere Studienreisen unternommen.

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Felicitas Frischmuth: Schriftstellerin und Autorin


die Schriftstellerin Felicitas Frischmuth
Felicitas Frischmuth

Am 2. Oktober 1930 in Berlin geboren, lebte die deutsche Schriftstellerin und Lyrikerin seit 1959 an der Seite von Leo Kornbrust. Noch während ihrer Schulzeit studierte sie Musik, danach klassische Philologie und Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, unter anderem bei Theodor Adorno. Ihr literarisches Werk umfasst eine große Zahl an Gedichten, Erzähl- und Begleittexten zur Kunst. Von ihrer Verbundenheit mit der deutsch-französischen Grenzregion zeugt exemplarisch der 1995 gemeinsam mit dem Lothringer Bernard Vargaftig verfasste Lyrikband Im Gehen/Quand on marche.

Schrifttafel: Kein Zaun keine Mauer
Schrifttafel

In den Jahren 1978/79 lebte und arbeitete sie im Rahmen eines Studienaufenthaltes im Atelierhaus der Künstlerkolonie Worpswede. 1982 wurde ihr der Kunstpreis des Saarlandes, der wichtigste saarländische Kulturpreis, verliehen. Seit 1958 ist sie mit Leo Kornbrust verheiratet, der in seine Skulpturen häufig literarische Texte seiner Ehefrau einarbeitete (z.B. hohe Stele vor dem Saarlandmuseum). Als Ehefrau und rechte Hand begleitete Felicitas Frischmuth ihren Mann in allen Fragen und Aufgaben rund um das Steinbildhauersymposion und die „Straße des Friedens“.
Im Jahre 2003 wurde bei Felicitas das Parkinson-Syndrom diagnostiziert. Sie schrieb, solange sie konnte. Sie behielt ihre Würde. Wir haben sie bewundert. Sie übergab ihren Nachlaß dem Literaturarchiv der Grenzregionen SaarLorLuxElsaß. Sie verstarb am 12. August 2009.

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