Europäische Skulpturenstraße des Friedens | European Sculptures Route of Peace

Vom Bildhauersymposion zur Strasse des Friedens


Herbert George
Franz Xaver Ölzant
Ehepaar Kubach-Willmsen
Yoshimi Hashimoto
Takera Narita
Karl Prantl
Paul Schneider
Elmar Daucher

Von St. Wendel ausgehend kann man entlang einer Strecke von über 25 km Beispiele der zeitgenössischen Skulptur in einer „open-air-Galerie“ erleben. Hier wurden unter der Leitung des Bildhauers Leo Kornbrust seit 1971 insgesamt 53 Skulpturen von 48 Künstlern aus 12 Ländern erarbeitet.

Den Anfang bildete das Bildhauersymposion bei St. Wendel in den Jahren 1971/72. Bereits 1978 hatte Leo Kornbrust die Idee das Symposion zu einer „Straße der Skulpturen“ auszubauen. Zur gleichen Zeit erfuhr er von der Idee des Malers und Bildhauers Otto Freundlich, der bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts die Idee (zusammen mit seiner Lebensgefährtin Jeanne Kosnick-Kloss) einer völkerverbindenden Friedensstraße hatte. Otto Freundlich, 1878 in Stolp (heute Slupsk / Polen) geboren, plante zwei Straßen, eine von Norden nach Süden zu Ehren von Paul Cézanne und Vincent van Gogh, eine „voie de la fraternité“, und eine zweite von der normannischen Küste nach Moskau. Diese von Westen nach Osten verlaufende Straße sollte den Namen „voie de la solidarité humaine en souvenir de la libération“ tragen. Freundlich konnte seine Idee durch die Verfolgung als Jude und seinen damit verbundenen Tod nicht realisieren. Er starb 1943 kurz nach seiner Deportation im Vernichtungslager von Sobibor. Die „Straße der Skulpturen bei St. Wendel“ wurde damit zur ersten Teilstrecke der „Straße des Friedens“.

Der eigens 2004 neu gegründete Verein „Verein Straße des Friedens – Straße der Skulpturen in Europa – Otto Freundlich Gesellschaft e.V.“ möchte nun unter Regie von Leo Kornbrust das Vorhaben Freundlichs in die Tat umsetzen und die “Straße des Friedens” weiter ausbauen. Konkret ist geplant, durch Integration anderer Bildhauersymposien aber auch durch die Schaffung neuer Skulpturen, die von Künstlern aus aller Welt geschaffen werden sollen, die Strecke zwischen der normannischen Küste und Moskau zu vervollständigen. In Form einer Perlenkette sollen sich diese Skulpturen dann quer durch Europa miteinander verbinden und so zu einem Symbol des Friedens werden.

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