Europäische Skulpturenstraße des Friedens | European Sculptures Route of Peace

Fortsetzung: Vom Bildhauersymposion zur Strasse der Skulpturen


In der Umsetzung dieser Idee können schon erste Erfolge vermeldet werden. Mittlerweile wurde die “Straße des Friedens” erheblich erweitert: seit 1999 gibt es mit dem “Skulpturenweg in Salzgitter-Bad” (Niedersachsen) eine weitere Teilstrecke, die sich der “Straße des Friedens” angeschlossen hat. Außerdem sind die Skulpturen des Steinbildhauersymposions “Steine an der Grenze” bei Merzig sowie die Stahlskulpturen des Dillinger Bildhauersymposions in die “Straße des Friedens” integriert. Ein weiterer Abschnitt befindet sich in Berlin, wo sich 1961/62/63 spontan Künstler zusammengefunden hatten, um mit ihrer Arbeit gegen den Mauerbau zu protestieren.

Die Idee Otto Freundlichs entstand in einer Zeit als sich in Europa der zweite Weltkrieg anbahnte und sich die Fronten zwischen Ost und West verhärteten. Der Ost/West Konflikt gilt mittlerweile als aufgehoben. Die Mauer, die uns trennte, ist gefallen und den “Eisernen Vorhang” gibt es nicht mehr. Ungeachtet der schlimmen Kriegsverbrechen der letzten Jahrhunderte wird die Welt auch heute noch von Terror und Krieg bestimmt. Es ist somit zum gegenwärtigen Zeitpunkt aktueller denn je, sich mit der Idee Otto Freundlichs auseinander zu setzen: Täglich wird an der Umsetzung eines vereinten Europas gearbeitet. Es ist an der Zeit, mit diesem Friedensprojekt, in dem Künstler aller Nationalitäten und Nationen freundschaftlich zusammenarbeiten: Palästinenser neben Israelis, Deutsche neben Polen, Russen, Franzosen, Belgier neben Luxemburgern ein Signal zu setzen, und dem Wunsch nach Frieden und einem gemeinsamen Europa durch eine verbindende Skulpturenstraße ein Gesicht zu verleihen!

Das nach 1995 zweite luxemburgische Kulturhauptstadtprojekt ist ein guter Ausgangspunkt, alle an 2007 beteiligten Ländern (Luxemburg, Deutschland mit Saarland und Rheinland/Pfalz, Belgien mit Wallonien, und Frankreich mit Lothringen und den Vogesen) progressiv in die „Straße des Friedens“ zu integrieren. Der transnationale Gedanke des Projektes, das beispielhaft für Verständigung der Länder untereinander steht, wird damit gestärkt. Durch die Integration von bereits bestehenden Bildhauersymposien in den angesprochenen Ländern, aber auch durch das Entstehen neuer Skulpturen in Grenzgebieten und an symbolträchtigen Standorten, wird die länderübergreifende Verbindung in Form einer Skulpturenstraße unter dem Motto „Straße des Friedens“ ausgeweitet werden.

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